Gewinnerset Tazio Nuvolari CMC Alfa-Romeo P3

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Produktbeschreibung

Ein Meisterwerk der Modellbaukunst: M-229 Gewinnerset Tazio Nuvolari CMC Alfa-Romeo P3
Gewinner GP Frankreich 1932, #12
Gewinner Coppa Ciano 1932, #30
Gewinner Coppa Acerbo 1932, #8
inkusive Figur und Vitrine

CMC hat für dieses Gewinnerset Tazio Nuvolari drei unterschiedliche Rennboliden des Typs CMC Alfa-Romeo P3 ausgesucht, mit denen der Rennpilot Tazio Nuvolari bei Grand Prix Rennen der Saison 1932 erfolgreich unterwegs war.

Zusätzlich wird das Modellset mit einer Vitrine und einer Figur ausgeliefert. Das Gewinnerset ist nur als Komplettangebot erhältlich.

Technische Daten des CMC-Modells:
  1. Modell: Fertigmodell, handmontiertes Präzisionsmodell
  2. Hersteller: CMC GmbH, Classic Model Cars, Deutschland
  3. Maßstab: 1:18
  4. Art.-No.: M-229
  5. Limitierung: 300
Beschreibung des Originalfahrzeugs: Der Alfa-Romeo Tipo B war ein einsitziger Grand-Prix-Rennwagen, den Alfa-Romeo zwischen 1932 und 1936 baute und einsetzte. Das von Vittorio Jano entworfene Fahrzeug basierte auf den Alfa-Romeo-8C-Modellen. Der P3 war Alfa-Romeos zweiter Einsitzer nach dem Tipo-A-Monoposto von1931. Er übernahm einige Komponenten des früher sehr erfolgreichen Alfa-Romeo P2, was in der Presse und unter Motorsportinteressierten zu der inoffiziellen Bezeichnung "P3" führte. Dank der zahlreichen Siege, die unter anderem von Tazio Nuvolari und Achille Varzi errungen wurden, gilt er als eines der besten Wettbewerbsautos, die jemals gebaut wurden.

Das Chassis mit Längsholmen und Querträgern aus gepressten stählernen C-Profilen, abgeleitet von dem des Tipo A, wurde dem Reglement angepasst und modifiziert, um den neuen Motor aufzunehmen. Diese Version des Motors hatte einen größeren Hubraum von 2654 cm³ (Bohrung × Hub: 65 × 100 mm) als der aufgeladene Reihenachtzylindermotor des 8C 2300 "Monza". Er war zu seiner Zeit fortschrittlich, mit einem in zwei Hälften mit jeweils vier Zylindern geteilten Zylinderblock und -kopf aus Leichtmetall. Jano teilte den Block, um die Torsionsschwingungen der Kurbelwelle und Nockenwellen zu verringern, indem er alle Nebenantriebe in der Mitte der Kurbelwelle anordnete: den Antrieb der Nockenwellen, seitlich den Antrieb der Aufladegebläse und gegenüber auf der Auspuffseite den Antrieb der Pumpen für Öl und Kühlwasser. Das Kurbelgehäuse war einteilig. Der Motor hatte Trockensumpfschmierung, zwei Roots-Kompressoren und zwei Weber-Vergaser, Magnetzündung und Wasserkühlung. Er leistete 215 PS bei 5600/min.
Das Vierganggetriebe und die Lamellenkupplung waren mit dem Motor verblockt.

Die Räder waren vorn und hinten an Starrachsen mit halbelliptischen Blattfedern und Reibungsstoßdämpfern aufgehängt, hintere Federn und Dämpfer doppelt. Die Trommelbremsen wurden mechanisch betätigt. Eine Neuheit des Typs B P3 war die Platzierung des Differentials unmittelbar hinter dem Schaltgetriebe. Von dort wurde die Leistung über Kegelradpaare mit zwei diagonal angeordneten Wellen auf die Hinterräder übertragen. Durch das weiter vorn liegende Differential verringerten sich die ungefederten Massen und die Last auf der Hinterachse. Dadurch sollte die Tendenz zum Übersteuern verringert werden und der Fahrersitz konnte im Sinne eines niedrigen Schwerpunkts zwischen diesen Wellen unmittelbar auf dem Bodenblech montiert werden.
Dieser 700 kg schwere Einsitzer mit seiner einfachen, stromlinienförmigen Karosserie erreichte 225 km/h.

Schon beim ersten Rennen des Tipo B/P3 am 5. Juni 1932 beim 10. Großen Preis von Italien siegte Tazio Nuvolari in Monza. Die Saison wurde mit sechs weiteren Siegen für Alfa-Romeo fortgesetzt, darunter die wichtigsten Grands Prix der damaligen Zeit, nämlich die von Frankreich und Deutschland (auf dem Nürburgring). Der zweite Fahrer war der Deutsche Rudolf Caracciola. Dank dieser Erfolge gewann Alfa-Romeo mit Nuvolari die Internationale Automobilmeisterschaft, die in diesem Jahr auf den Grands Prix von Italien, Frankreich und Deutschland basierte.

1933 wurde das Werksteam "Alfa-Romeo" wegen der finanzieller Probleme von Alfa-Romeo geschlossen. Die direkte Teilnahme an Wettbewerben wurde folglich ausgesetzt. Das gesamte Rennmaterial von Alfa-Romeo wurde an die Scuderia Ferrari in Modena übergeben, die die Rennwagen seit 1929 vorbereitet und eingesetzt hatte. In diesem Jahr nahm der Tipo B an den ersten 25 Wettbewerben nicht teil und trat erst im August wieder an. Er gewann sechs der verbliebenen elf Rennen, darunter die Grands Prix von Italien und Spanien.

DIE LEGENDE TAZIO NUVOLARI

Der fliegende Mantuaner

Tazio Nuvolari (1892 – 1953) wurde in Italien geboren. Er erzielte 172 Rennrekorde, gewann 64 Mal, platzierte sich 16 Mal auf dem zweiten und neun Mal auf dem dritten Platz [1]. Ferdinand Porsche nannte ihn "den größten Fahrer der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft". Als Einwohner von Mantua wurde er “der fliegende Mantuaner” genannt und oft liebenswürdig als "Nivola" angesprochen.

1932 fuhr Nuvolari einen Alfa-Romeo P3, mit dem er ein großes Rennereignis um das andere gewinnen konnte. Damals war Enzo Ferrari noch kein Autobauer und Alfas gehörten zu den schnellsten Rennwagen weltweit. Um die alten Alfas zu verstehen, muss man zunächst die Männer verstehen, die sie gefahren haben, ganz besonders Nuvolari.

Er war ein rund 1,60 Meter kleiner, gedrungener Mann, der erst 1920 im Alter von 27 Jahren mit dem Auto fahren begann. In den nächsten 30 Jahren wurde er 17 Mal aus den Trümmern eines Autos oder Motorrads gezogen und konnte das Krankenhaus nach jedem seiner Unfälle wieder verlassen. Einmal gewann er ein Motorradrennen, nachdem er von Mechanikern auf seine Maschine gehoben worden war, weil er in Gips gehüllt war. [2] Sein Arzt sagte: "Du bist ein toter Mann, wenn du verunfallst, Nivola". Sein Gesicht trug die Narben von unzähligen Unfällen.

Nuvolaris Glücksbringer war übrigens eine Schildkröte. Die hatte ihm 1932 der Schriftsteller Gabriele D'Annunzio als Zeichen der Verehrung geschenkt und auf der Rückseite der goldenen Brosche die Widmung "Für den schnellsten Mann das langsamste Tier" eingravieren lassen.

Nuvolaris Motto war einfach: "Gewinnen oder das Auto zerlegen". Es ist bemerkenswert, daß ihn nicht der Rennsport das Leben gekostet hat sondern er friedlich im Bett eingeschlafen ist. Rückblickend tendierten Rennfahrer damals dazu, von einem einzigen Ziel manisch angetrieben zu werden und dazu vor nichts zurückschreckten, noch nicht einmal vor teuflischen Eingriffen in die Fahrzeugtechnik. Ein typisches Beispiel hierzu war der grausame Tod des Alfa Werksfahrers Giuseppe Campari beim GP von Monza 1933, der in einem Auto ohne Bremsen fuhr, nur um das Gewicht zu reduzieren!

Nuvolari war wohl der mutigste Rennfahrer aller Zeiten. Für Italien wurde er zum Idol, ein Halbgott, eine Legende, die alles verkörperte, was das junge Italien damals sein wollte. Er wollte das Unmögliche nicht nur einmal, sondern immer möglich machen. Während Nuvolari sein Leben lang mit dem Tod tanzte, starb er ganz unspektakulär durch einen Schlaganfall, der ihn seit 1952 teilweise lähmte. Im Folgejahr starb er.
Nuvolari stieß 1932 zum Werksteam von Alfa-Romeo und begann eine unglaubliche Siegesserie bei den Grand Prix und allen großen Rennveranstaltungen der Saison. Fortan zählte er zu den ganz großen Fahrern und Alfa-Romeo zu den dominanten Autoherstellern in der Motorsport-Europameisterschaft. Mit dem sagenhaften Monoposto Typ B, der inoffiziell auch P3 genannt wurde, gewann er alle Rennen dieser Serie.

Quellen:
1. Smith, Sam
2016 “Driving the 1934 Alfa Romeo That Beat the Nazis”. 2016 March-April issue of Road and Track

2. Hilton, Christopher
2003 Nuvolari. Derby, UK: Breedon Books Publishing Co.

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